Ausstellung 2026

strömen

mit Arbeiten von Monika Ortmann,
Mirjam Elburn und Ramona Seyfarth


Vernissage 
Sa. 05.09.2026 um 17:00 Uhr

Dauer: 06.09. bis 18.10.2026
Öffnungszeiten samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr

In der letzten Ausstellung des Jahres treffen sich Monika Ortmann, Mirjam Elburn und Ramona Seyfarth im Kunst-Wasser-Werk e. V. zu einem sichtbaren Dialog – mit dem Areal, seiner Architektur, seiner Geschichte und miteinander.

Die industriegeschichtlich bedeutenden Räume des Haupt- und Pumpenhauses auf dem Gelände des Alten Wasserwerks in Neumühle sind für die drei Installationskünstlerinnen weit mehr als Kulisse: Sie sind aktive Dialogpartner, deren architektonische und historische Präsenz die künstlerische Auseinandersetzung herausfordert. Dass an diesem Ort, der einst der Wasserversorgung Schwerins diente, der Titel „strömen" nahelag, überrascht kaum.

Wasser fließt. Gedanken, Luft, Gefühle strömen. Worte brechen hervor, Informationen rauschen durch Netze, Emotionen überlaufen. Die drei Künstlerinnen – alle in Mecklenburg-Vorpommern lebend und arbeitend – widmen sich dem Sichtbaren wie dem Unsichtbaren: dem Fließen, Versickern und Überlaufen, physisch und symbolisch, aus je eigener Perspektive.
 

Die Künstlerinnen

Monika Ortmann, geboren in Bochum, studierte Kunst, Visuelle Kommunikation und Fotografie in Berlin und Dortmund. Frühe Reisen in den Orient prägten ihr Schaffen ebenso wie spätere Einladungen nach Kuba, Chile, Argentinien, Korea und Polen – darunter die 8. und 9. Biennale in Havanna. Von 1979 bis 2002 gründete und leitete sie die Galerie K.L.E.C.K.S. in Herne. Seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit Anfang der 1970er Jahre arbeitet sie mit gefundenem, gebrauchtem, weggeworfenem Material: Geweben, Strumpfhosen, Schuhen, Puppen, Altpapier – dem Treibgut unserer Gesellschaft. Alles wird versponnen, verwoben, verknotet zu den „Allgemeinen Verstrickungen", einem begehbaren Bild unserer Welt. Ihre Installationen nehmen den Raum radikal ein. Ortmann lebt und arbeitet in Wittenhagen, Bochum und Berlin.

Mirjam Elburn, 1976 in Siegen geboren, studierte Kunstgeschichte und Freie Kunst in Saarbrücken. Sie arbeitet als Künstlerin und freiberufliche Kuratorin an der Schnittstelle von analog und digital – mit Bildhauerei, Installation, Fotografie und Mixed Media. Integrative und interdisziplinäre Kunstvermittlung ist ihr zentrales Anliegen: In Workshops und Ausstellungen schafft sie Räume, in denen experimentelles Arbeiten und das Gespräch über Kunst zusammenfinden. Im Mittelpunkt steht dabei immer der prozessuale, offene Charakter künstlerischen Schaffens.

Ramona Seyfarth, 1980 in Neubrandenburg geboren, lebt und arbeitet seit 2013 wieder in ihrer Heimatstadt. Zeit ist das zentrale Thema ihres Schaffens – verdichtet, befragt, sichtbar gemacht. Daneben richtet sie ihren Blick auf gesellschaftliche Strukturen und Widersprüche: Flucht, verlorene Heimat, Würde. Mit abstrahierenden Symbolen und oft nur flüchtigen, sinnlichen Werken bezieht sie politisch Stellung. 2016 erhielt sie den Ersten Kunstpreis für Nachwuchskünstler in Mecklenburg-Vorpommern, 2021 den Ersten Upcycling-Kunstpreis im Zentrum für Zirkuläre Kunst in Lübz – für eine Installation aus zerschredderten Werbeprospekten, die zu farbenprächtigen Perserteppichen wurden.
 

Darüber hinaus nutzen Sie bitte die Möglichkeit zur Absprache eines individuellen Termins unter der auf dem Flyer benannten Mobilnummer.

Führt Sie der Zufall ins Alte Wasserwerk, dann klingeln Sie am Haupthaus.

 

So 18.10.2026 um 15 Uhr 

Finissage und Konzert

Gespräch mit den drei Künstlerinnen Ortmann, Elburn und Seyfarth,

musikalisch umrahmt von Shakti & Matze

um 17 Uhr 

Shakti & Matze im Konzert
Chansons, Rock & Popp, Gitarre und Gesang, sowie andere Klangkörper